Vertrauen oder Resignation?

Herzenskost

Ich freue mich sehr das Du hier auf meinem Blog stöberst. Kennst Du das (?): wir haben eine Idee... denken kurz darüber nach... und lassen sie als Spinnerei oder fixe Idee wieder fallen... Diese Ideen lassen uns aber oft keine Ruhe und kehren immer wieder in der oder einer anderen Variante zu uns zurück. Dann kann man gut und gerne davon ausgehen das es ein Herzens-Thema von uns ist. So ist auch diese Blog geboren. Hier werden alle Themen aufgegriffen die uns am Herzen liegen und uns nähren... in jeglicher Hinsicht. :-) Fühle Dich also bitte animiert mir zu schreiben... was Dein Herzens-Thema ist.

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Burnout was nun?

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"Das große Ziel des Lebens ist nicht Wissen sondern Handeln"
(Thomas Henry Huxley)

Gedanken, die betroffen und nachdenklich machen

Was seht Ihr, Schwestern?

Denkt Ihr, wenn Ihr mich anschaut:
Eine mürrische alte Frau, nicht besonders schnell,
verunsichert in ihren Gewohnheiten, mit Abwesenden Blick,
die ständig beim Essen kleckert,
die nicht antwortet, wenn Ihr sie anmeckert,
weil sie wieder nicht pünktlich fertig ist.

Die nicht so aussieht als würde sie merken, was Ihr macht,
und ständig den Stock fallen lässt und nicht sieht, wo sie geht,
die willenlos alles mit sich machen lässt:
füttern, waschen und so weiter.

Denkt Ihr denn so von Mir? Öffnet die Augen, schaut mich an!

Ich will Euch erzählen, wer ich bin,
die hier so still sitzt, die isst und trinkt, wann es Euch passt.

Ich bin ein 10 jähriges Kind mit Eltern die mich lieben.
Ein 16 jähriges hübsches Mädchen, das davon träumt, bald einem Mann zu begegnen.
Eine Braut, fast 20, mein Herz schlägt heftig beim Gedanken an die Versprechungen, die ich gegeben und gehalten habe.
Mit 25 habe ich eigene Kleine, die mich zu Hause besuchen.
Eine Frau mit 30, die Kinder wachsen schnell und helfen einander.
Mit 40 sind sie alle erwachsen und ziehen aus.
Mein Mann ist noch da und die Freude ist nicht zu Ende.
Mit 56 kommen die Enkel und sie füllen unsere Tage, wieder haben wir Kinder - mein Geliebter und ich.

Dunkle Tage kommen über mich, mein Mann ist tot.
Ich gehe in eine Zukunft voller Einsamkeit und Not.
Die Meinen haben mit sich selbst genug zu tun, aber die Erinnerungen von Jahren und die Liebe bleiben mein.

Die Natur ist grausam, wenn man alt und krank ist, man wirkt etwas verrückt.
Nun bin ich eine alte Frau, die ihre Kräfte dahinsiechen sieht - und deren Charme verschwindet.
Aber in diesem alten Körper wohnt immer noch ein junges Mädchen.

Ich erinnere mich an meine Freuden,
ich erinnere mich an meine Schmerzen,
und ich liebe und lebe mein Leben noch einmal,
das allzu schnell an mir vorbei geflogen ist, und akzeptiere kühle Fakten,
dass nicht bestehen kann, was enden muss.

Wenn Ihr Eure Augen aufmacht,
Schwestern,
so seht Ihr nicht nur eine mürrische alte Frau.
Kommt näher, seht mich!

(Dieses Gedicht schrieb eine alte Dame, die lange Zeit in einem Pflegeheim in Schottland lebte. Schwestern, Pfleger und Ärzte gingen davon aus, sie sei desorientiert. Nach ihrem Tod wurden diese Zeilen bei ihren Unterlagen gefunden.)

Ich komme selbst aus der Pflege und muss zugeben, dass diese Zeilen aktuell den je sind.
Leider.
Die Zeiten für den einzelnen Menschen werden immer mehr gekürzt, so dass das Wesen hinter dem „mürrischen alten Gesicht“ einfach zu kurz kommt. Es gibt viele engagierte Pflegekräfte, die sich versuchen trotzdem die Zeit zu nehmen, aber immer wieder gegen Windmühlen anlaufen und zum Schluss doch resignieren, weil sie eben an Leistungskomplexe gebunden sind und eine Pflegemaßnahme eben nur so lange dauern darf.
Im Endeffekt, haben die Politiker und Krankenkassen am grüne Tisch das sagen und bestimmen darüber, wann das „mürrische alte Gesicht“ Hunger zu haben hat bzw. wie schnell es essen muss.
Aber diese Entwicklung, führt diese engagierten Kollegen, zusehends öfter in die Erschöpfung. Der permanente Kampf gegen die Zeit, der Druck Seitens der Arbeitgeber; unter dem Motto: „die anderen schaffen das auch“ und die zum Teil hilflosen, traurig- stummen „Beschwerden“ der Betroffenen, stürzen die Pflegekraft oft in ein emotionales Desaster.
Sie verlieren ihr Selbstvertrauen, der Wust an Arbeit lässt ein Überforderungsgefühl aufkommen, man landet in einer Schleife, wo nur noch Aktionismus herrscht, Abends fällt man völlig erschöpft ins Bett und die Gedankenschleife für den nächsten Tag beginnt. Irgendwo trauert man der „guten alten Zeit“ nach, wo man sich noch Zeit nehmen konnte und am Ende lässt die Lebensfreude immer mehr nach, bis hin zur Depression.

Warum ist das so?


In dieser Phase werde ich- als Pflegekraft- in meiner sozialen Kompetenz in Frage gestellt. Einerseits durch den Betroffenen, der unter meiner Pflege immer mehr vereinsamt und ich nichts dagegen tun kann, andererseits durch meinen Vorgesetzten der mir klar macht, ich bin nur für die Handreichung X, Y zu ständig und nicht mehr und das bitte auch in der vorgegebenen Zeit. Aber auch durch mich selbst, denn da ist ja noch mein eigener Anspruch an meine Arbeit.
Dieses Desaster sind  Themen der Bachblüten: Wild Rose,
                                                                                  Gorse,
                                                                                  Larch,
                                                                                  Hornbeam
                                                                                  Olive,
                                                                                  Honeysuckle,
                                                                                  Mustard
Schauen wir sie uns näher an.
Es ist die vielfältige Fassette der Resignation. Die Basisblüte hierfür, ist Wild Rose (die Heckenrose). Sie ist die Blüte der Lebenslust.
Das große Thema ist der Mangel an Lebensfreude, man hat resigniert –bewusst oder auch unbewusst fügt man sich klaglos in sein Schicksal. Diese Personen werden immer trauriger und demotivierter. In unserem Fall trifft dies auf beide zu, auf die alte Dame, als auch auf die Pflegekraft.
Die Blüte hilft nun dabei wieder im Leben Entscheidungen zu treffen, sich wieder dem Leben hinzugeben und Ja zu sagen.

Beim Stechginster oder auch Gorse, sehen wir eine Vertiefung der Resignation, der Jenige hat überhaupt kein Glauben mehr, an eine Verbesserung seiner Situation, er hält es daher auch für sinnlos noch auf Hilfe zu hoffen- „es hat ja alles keinen Zweck“.
Gorse ist aber die Hoffnungsblüte, sie erweitert den konstruktiven Blickwinkel der wieder „Ja“ zum Leben sagen kann und damit sich neue positive Möglichkeiten auftun, denn solange Leben ist, ist Hoffnung.
Ich hatte weiter oben im Text erwähnt, dass wir auch selbst ein Stück weit an dieser Abwärtsspirale drehen, einfach durch unseren eigenen Anspruch.

Das wiederum ist das Thema von Larch– der Lärche.
Larch ist die Blüte des Selbstvertrauens, in diesem Fall ist die Person ehrgeizig will sich beweisen das Sie es kann, rechnet aber von vornherein mit Misserfolgen, ist mit den eigenen Leistungen unzufrieden und viel zu selbstkritisch. Daraus erwächst die Angst, Fehler zu machen und sich zu blamieren, so mal die anderen immer schöner, besser und klüger sind. Diese Glaubenssätze fahren das Selbstvertrauen auf ein Mindestmaß zurück.
Die Blüte hilft mir die Leistungsmaßstäbe der anderen fallen zu lassen und die Herausforderungen als Wachstumspotenzial an zu nehmen. Frei nach dem Motto das Leben ist eine Bildungsreise.

Hornbeam die Weißbuche ist die Blüte der Spannkraft, durch die Resignation und den Verlust des Selbstvertrauens sinkt die Spannkraft auf ein mindest Level. Der Zweifel die Aufgaben des täglichen Lebens zu bewältigen, der Glaube an Routinearbeiten zu scheitern, entzieht dem Körper und der Seele immer mehr Kraft, der Mensch wird lustlos, mental erschöpft kraftlos und schwach.
Hornbeam hilft dabei, überholte mentale Erwartungsmuster fallen zu lassen  und Gefühlswahrnehmungen zuzulassen. Durch meine andere Wahrnehmung der Zeitqualität verläuft mein Alltag leichter und schwungvoller, ich habe wieder  Kraft für Ausgleich.
Wenn man bis hier her nichts gegen diese Abwärtsspirale getan hat, kommt man unweigerlich in die Erschöpfung. Man fühlt sich körperlich und seelisch erschöpft, Null Interesse an nichts, keine Spannkraft und Lebensenergie- schon am Morgen müde. Spätestens da sollte die Reisleine gezogen werden, um eine Veränderung zu schaffen.

Dabei kann uns Olive helfen, es ist die Regenerationsblüte.
Sie ruft ein gewisses Kräftepotenzial meines Lebensplanes auf und ich kann mich wieder bewusster auf meine körperlichen Grenzen einlassen, sie erkennen und respektieren.
Mit diesem Kraftzuwachs der Olive, eines Baumes der bis zu 5000 Jahre alt wird, bin ich nun in der Lage über meine Situation nach zu denken und nach einem Lösungsweg zu suchen. Ist aber bis hierher noch nichts in Richtung Veränderung oder Ausweg geschehen ruft das, dass Geißblatt auf den Plan.

Honeysuckle- das Geißblatt, ist die Vergangenheitsblüte. Diese Menschen grübeln über das „was wäre wenn ich doch hätte….“ nach, sie können sich vom vergangenem nicht lösen und haben kein Interesse an der Gegenwart. Sie sind nachtragend und die Konzentration ist schlecht.
Honeysuckle hilft nun dabei die vergangenen Ereignisse nüchterner und realistischer zu sehen und sich auf die Gegenwart wieder ein zu lassen.
Die nächste untere Stufe auf der Treppe nach unten geht schon stark in Richtung Depression.

Das Thema von Mustard dem Ackersenf. Antriebslosigkeit, mutlose Verzweiflung, Traurigkeit und Schwermut sind nun an der Tagesordnung, die Leute sind anwesend mehr aber auch nicht. Sie sitzen und starren Löcher in die Luft. Aller spätestens jetzt muss Profihilfe her, wenn ich bis hier her noch nichts unternommen habe.
Mustard ist die Lichtblüte die mich befähigt, meine Gefühlswelt bewusster und differenzierter war zu nehmen. Ich kann meine eigenen Gefühlsströmungen mit seien Höhen und Tiefen annehmen und durchleben.
Das war der Weg der Abwärtsspirale. Resignation hat viele Fassetten bis hin zu schweren Krankheitsbildern, ich denke es betrifft in unserem Beispiel mehr oder weniger beide Seiten.
Wie sagte einmal Charles Foucauld
„ Es gibt keinen Augenblick in unserem Leben, in dem wir nicht einen neuen Weg einschlagen können.“
(Charles Foucauld)
P 20. September 2019+ Cornelia Wiemert

Impressum:

Cornelia Wiemert • Heilpraxis für Burnouthilfe und Prävention • Rosenfelder Ring 147, 10315 Berlin • Telefon: +4915254767632 • E-Mail: cornelia.wiemert@gmail.com

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